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Arbeitsweise


Die Arbeitsweise des Bewegungsambulatoriums lässt sich allgemein als Psychomotorische Entwicklungsförderung beschreiben.

Die wesentlichen Merkmale der Psychomotorischen Entwicklungsförderung lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Entwicklungsorientierung

Ausgangspunkt aller Interventionen ist die Feststellung des motorischen, kognitiven und emotionalen Entwicklungsstands des Kindes. Hieran schließen sich solche Interventionen zielgerichtet an, die den aktuellen Verarbeitungs- und Bewältigungsmöglichkeiten entsprechen und allmählich die Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes erweitern. Dies geschieht im engen Dialog mit dem Kind selbst, d. h. ihm wird nichts aufgezwungen, was es nicht möchte, und es bestimmt seine Entwicklungsschritte, die es gehen möchte, mit.

 

Handlungsorientierung

Die Stärke der Psychomotorischen Entwicklungsförderung ist ihre Kindgemäßheit und Leibhaftigkeit: Klettern, Spielen, Schaukeln, Trampolinspringen und weitere Bewegungstätigkeiten sind in den meisten Fällen keine Aktivitäten, zu denen Kinder gezwungen werden müssen, sondern sie suchen sie von sich aus und sind begeistert bei der Sache.

Fast automatisch kann es durch diese in Spielhandlungen eingebetteten Förderangebote gelingen, Ziele wie bessere Koordination, sich an Regeln halten, mit anderen kooperieren, zuhören können zu realisieren. Natürlich werden so erlernte Verhaltensweisen nicht quasi automatisch auf Schul- oder Familiensituationen übertragen, sondern hierzu bedarf es sorgfältiger therapeutischer Begleitung sowie Gesprächen und Absprachen mit Eltern und anderen Erziehungspersonen.

 

Beziehungsgestaltung

In fast allen Wirksamkeitsuntersuchungen zu pädagogisch-therapeutischen Maßnahmen wird auf die Bedeutung von Beziehungen hingewiesen: Kinder (und auch Erwachsene) können nichts Neues annehmen oder sich nicht ’begleiten’ lassen, wenn nicht das nötige Vertrauen in den Begleitpartner besteht. Vor allem aus diesem Grunde ist eine gute professionelle Ausbildung der MitarbeiterInnen notwendig, die über eine Weitergabe von Bewegungsanregungen weit hinausgeht. Durch Selbsterfahrung und Supervision kann z. B. besser verstanden werden, dass Aggressionen der Kinder und Jugendlichen häufig nicht persönlich gemeint sind und Gegenaggression nicht hilft, sondern dass die Reaktion auf dem Hintergrund des jeweiligen therapeutischen Gesamtzusammenhanges abgestimmt werden muss.

 

Ressourcenorientierung

Hiermit wird eine Grundeinstellung beschrieben, die für alle Menschen Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten annimmt und in der pädagogisch-therapeutischen Behandlung auf das Prinzip ’Ermutigung’ setzt. So bilden die Ressourcen und Stärken den zentralen Ansatzpunkt unsere Förderung. In der Regel erfolgt zwar die Anmeldung zum Bewegungsambulatorium über Erziehungsberatungsstellen, Kinderärzte, Eltern oder Schulen, die Auffälligkeiten und Probleme festgestellt haben, aber häufig lassen sich bei sorgfältiger Beobachtung auch Vorlieben, Talente und Stärken entdecken, die besonders gefördert werden können. Über diese Förderung kann es dann gelingen, das Selbstvertrauen von Kindern- und Jugendlichen wieder so weit zu stabilisieren, dass auch ungeliebtere Aufgaben und Verhaltensweisen, die schwer fallen, mittelfristig besser gelingen.

Das Bewegungsambulatorium bietet einen Schutzraum, um Menschen (Kinder, Jugendliche und Erwachsene), die vorübergehend verunsichert, aus der ’Bahn geworfen’ oder verhaltensschwierig sind, zu begleiten und so zu stabilisieren, dass sie in Zukunft ohne besondere Hilfen leben können.

 


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Kontakt

Dagmar Slickers
Case-Management
Tel.: 0231 755-5202

 

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